Auf ein Schwätzchen am Schlossparkweiher

Dialekt zu sprechen ist kein Muss, wenn man auf der Babbel-Bank Kontakt knüpfen will. Auch wenn Dr. Markus Weber (links) darauf hofft. Als Weinheims Mundart-Botschafter weihte er gestern zusammen mit dem Stadtseniorenrat das neue Angebot ein. Bild: Fritz Kopetzky

Weinheim. Keiner „babbelt“ so schön wie Dr. Markus Weber, Weinheims bekanntester Mundart-Botschafter.

Da lag es auf der Hand, dass „Woinems Dialektpapscht“ bei der Einweihung der Babbel-Bank des Stadtseniorenrates genau das tat, was er so vortrefflich kann: babbeln – über die hiesige „Sproch“ im Allgemeinen und über die originelle Einrichtung am Schlossparkweiher im Besonderen.

Ebenso wie Renate Meier als Organisatorin der Babbel-Bank vonseiten des Seniorenrates lud er ein zu einem Schwätzchen über Gott und die Welt. Denn das ist das Ziel der Parkbank mit dem markanten Schild, das von Andreas Kränzle gespendet wurde. Sie ist eine Einladung an alle, die reden oder zuhören und ein bisschen Gesellschaft finden wollen. Wer auf der Babbel-Bank sitzt, signalisiert, dass er Lust hat, zuzuhören oder selber zu erzählen über all das, was ihn im Moment beschäftigt.

Angesprochen sind dabei Menschen jeden Alters, insbesondere aber Senioren, die spontane Kontaktmöglichkeiten suchen. Meier: „Denn die haben in der Corona-Pandemie sehr unter den Kontaktbeschränkungen gelitten.“ Damit der Austausch zusätzlich in Schwung kommt, sitzt bei schönem Wetter jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr eine Vertreterin des Weinheimer Stadtseniorenrats auf der Bank am Teich.

Mit der Babbel-Bank greift der Stadtseniorenrat eine Idee auf, die ursprünglich in Großbritannien, aber inzwischen auch schon in mehreren Städten Deutschlands populär geworden ist.

Im Schlosspark steht jetzt die erste in Weinheim, weitere sollen folgen. Wie Renate Meier weiß, haben die Ortsteile bereits Interesse bekundet. Dann kann auch dort gebabbelt werden, wie den Woinemern der „Schnawwl“ gewachsen ist. i.k.