Große Resonanz auf die Aktion „Freie Gehwege“ des Stadtseniorenrats Weinheim

Zusammen mit der Stadt und der Verkehrswacht wurden die Einsendungen besprochen und versucht Lösungswege zu finden

(HK) Da vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2023 viele Beschwerden bei den Verantwortlichen des Stadtseniorenrats Weinheim eingegangen sind, die auf Problemstellen auf den Gehwegen hinwiesen, hat sich der SSR zusammen mit der Stadt Weinheim diesen Missständen, unter denen vor allem ältere Menschen mit Gehhilfen, Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und Personen mit Kinderwägen leiden, angenommen.

Die Aktion Freie Gehwege ist jetzt bereits in der 4. Phase und soll möglichst Ende Mai / Anfang Juni abgeschlossen sein. In der ersten Phase wurden, nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung, die Weinheimer Bürger aufgefordert die Aktion „Freie Gehwege“ zu unterstützen, indem sie dem SSR im Zeitraum vom 15.01.24 bis 25.02.24. Fotos, Infos, Anregungen und Verbesserungsvorschläge zukommen lassen, die auf Problemstellen auf den Gehwegen hinweisen und wie man diese vielleicht entschärfen könnte.

Die Resonanz war beeindruckend, und das zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Über 250 Bilder, und Mails mit Vorschlägen gingen beim SSR ein, und viele Bürger kamen auch persönlich im Büro vorbei, um auf erlebte Situationen auf den Gehwegen hinzuweisen.

In der zweiten Phase der Aktion wurden die Einsendungen beim SSR intern besprochen. Dabei kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus:

  • Autos parken auf den Gehwegen zu nahe an Häusern – dadurch zu wenig Platz für Fußgänger
  • Überwuchs von Gestrüpp auf Gehwegen – dadurch zu wenig Platz für Fußgänger
  • Laternen zugewachsen, deshalb sind Gehwege zu wenig beleuchtet
  • Winterdienst in Weinheim: Wir hatten zwar nur 3 Tage Schnee, aber die Räumpflicht auf den Gehwegen wurde mancherorts vernachlässigt
  • Kein Gehweg vorhanden: z.B. Parkplatz EDEKA Aldi
  • Stolperfallen oder Pfützen auf dem Gehweg
  • Sperrmüll oder Mülltonnen versperren den Gehweg

Aber es gingen erfreulicherweise auch Bilder oder Berichte positiver Beispiele ein, und es konnten auch manche Missstände auf kurzem Weg schon beseitigt werden

Dass auch die Stadt Weinheim Lösungen für die schwächsten Verkehrsteilnehmer finden möchte und dass sie die vielen Einsendungen ernst nimmt, zeigt, dass zur Phase drei des Projekts, der Besprechung im Großen Sitzungssaal, sowohl der OB, der 1. Bürgermeister, Vertreter des Ordnungsamtes, des Amts für Stadtentwicklung und der Verkehrswacht anwesend waren.

Die Vertreter des SSR Sonja Kühn, Senta Amann und Hans-Jörg Klump präsentierten die Einsendungen, und es wurde im Anschluss in der 2-stündigen Sitzung schon rege über evtl. Lösungsvorschläge diskutiert.

In der 4. Phase des Projekts wird nun die Stadt intern klären, ob die Situation an manchen Stellen zu ändern oder zumindest zu entschärfen ist, ohne dabei den Verkehrsfluss und die Parksituation in Weinheim zu stark zu belasten.

Es ist geplant, dass die Verursacher der Beeinträchtigungen durch ein Kärtchen hingewiesen und um Mithilfe gebeten werden, die Beeinträchtigungen zu beseitigen.  Hinweiskärtchen können beim SSR abgeholt werden.

Wichtige Anliegen der Weinheimer Bürger können auch direkt an die Stadt Weinheim über die E-Mail-Adresse sags-doch@weinheim.de eingereicht werden.

Als Abschlussphase ist ein Pressegespräch mit Experten und Betroffenen geplant.